Geitschleifen

Gleitschleifen

Der letzte Schliff für Ihre Produkte aus Metall und Kunststoff

Bei der Herstellung von Erzeugnissen aus Metall oder Kunststoff erfordern die Oberflächen und Kanten der frisch entstandenen Werkstücke fast immer eine Nachbearbeitung. Scharfe Kanten beziehungsweise Grate sowie raue Oberflächen beeinträchtigen nicht nur die Funktionen der Produkte, sondern sie stellen auch ein Verletzungsrisiko dar. Professionelles Gleitschleifen – auch als Gleitspanen oder mit dem Fachbegriff Trowalisieren bezeichnet – beseitigt solche unerwünschten Grate oder Anhaftungen, rundet scharfe Ecken ab und poliert raue Oberflächen glatt. Ferner kann es Oberflächen anrauen, wo Glanz nicht erwünscht ist.

Gleitschleifen

Was genau ist Trowalisieren?

Der Begriff „Trowalisieren“ ist eine seit 1951 patentamtlich geschützte Wortmarke des Unternehmers Walther Trowal – auch bekannt als „Trommel-Walther“. Er nutzte als Erster das Gleitschleifverfahren in einer Trommel für industrielle Zwecke.

Gleitschleifen verfeinert und vollendet Werkstücke auf vielfältige Weise:

  • Entgraten
  • Ecken oder Kanten Verrunden
  • Entzundern oder Entrosten
  • Reinigen
  • Glätten oder Polieren
  • Mattieren
  • Entfetten beziehungsweise Entölen
  • Trocknen

Dabei lassen sich die erwünschten Resultate gezielt erreichen durch entsprechend unterschiedliche Kombinationen der Schleifmittel und Maschinen.

Im Gegensatz zu Schleifverfahren wie beispielsweise dem Präzisionsschleifen werden hierbei die Werkstücke nicht einzeln beschliffen, sondern zu mehreren und gemeinsam mit den Schleifkörpern in einen Behälter gegeben. Anschließend führt der Behälter beziehungsweise die Trommel rotierende oder oszillierende Bewegungen aus. Hierdurch gleiten die Schleifkörper ständig an den Werkstücken entlang und tragen so allmählich die überschüssigen Materialien und Anhaftungen ab.

Wegen der unterschiedlichen Materialien und Bearbeitungsziele der Werkstücke kommen dementsprechend in Material, Größe und Form sehr variable Schleifkörper zum Einsatz. Sie bestehen aus Materialien wie:

  • Kunststoff
  • Keramik
  • Metall: Stahl, Kupfer oder Bronze

Zum Polieren dienen außerdem Granulate auf pflanzlicher Basis, zum Beispiel aus Walnussschalen oder Maiskolbenschrot.

Maßgeblich für die Wahl der einzusetzenden Schleifmittel ist das vorgesehene technische und optische Resultat. Größe und Form der Schleifkörper haben einen entscheidenden Einfluss auf die Stärke des Schleifvorgangs an sich und das erzielte Schliffbild der Oberfläche des damit bearbeiteten Werkstücks.

In ihrer Größe variieren Gleitschleifmittel von 1 mm bis hin zu 80 mm. Als Formen haben sich bei glattschleifenden Mitteln vor allem Pyramiden und Kegel durchgesetzt. Darüber hinaus können Pasten oder Pulvern ähnelnde, extra feine Schleifkörper den Abtragungsprozess verbessern. Für besonders flache Werkstücke empfiehlt sich die Beigabe eines Trennmittels: Kleine Kunststoffkugeln mit einer Größe unterhalb 1 mm verhindert das Aneinanderhaften derartiger Teile.

Am Schluss erledigen spezielle Zusatzmittel – sogenannte Compounds – den Abtransport der Abträge und der ausgedienten Schleifkörper. Diese Mittel enthalten oft nützliche Bestandteile zum Entfetten oder vorbeugend gegen die Korrosion der Werkstücke.

Zum zunächst in einer Trommel durchgeführten Trowalisieren gesellten sich später weitere Verfahren. Die Gleitschleif-Verfahren unterscheiden sich vor allem durch ihre individuellen Bewegungsmuster beim Schleifen:

  • Trommelgleitschleifen
  • Vibrationsgleitschleifen
  • Schleppschleifen
  • Tauchgleitspanen
  • Fliehkraftgleitspanen
  • Druckfließläppen

Charakteristisch für das Trommelgleitschleifen ist die geneigte oder liegende, um ihre Längsachse gedrehte Trommel. Je schneller die Trommel sich dreht, umso stärker fällt zwar der Abtrag der nach der Herstellung verbliebenen Materialreste aus, doch leidet darunter allzu oft die Qualität der auf diese Weise bearbeiteten Oberfläche eines Werkstücks. Es ist daher für ein rundum zufriedenstellendes Schleifergebnis sehr wichtig, für die in Größe und Art sehr unterschiedlich beschaffenen Objekte die jeweils idealen Drehzahlen der Trommel zu kennen. Auch das Verhalten der Schleifkörper, Werkstücke und Materialabträge untereinander während des Schleifvorganges hängt wesentlich von der Geschwindigkeit der Trommeldrehung ab: so zum Beispiel die Ergiebigkeit des Schleifvorgangs innerhalb einer bestimmten Zeit, aber auch eine mögliche Beschädigung der Werkstückoberflächen.

Kein Zweifel: Gleitschleifen gehört in die Hände damit erfahrener Fachleute. Lohngleitschleifen ist eine mit Recht geschätzte Dienstleistung. Das betrifft auch die weiteren hier vorgestellten Schleifverfahren.

Beim Vibrationsgleitschleifen wird der Behälter mit den Werkstücken und Schleifkörpern über einen Unwuchtmotor zum Schwingen gebracht. Daraufhin bewegen sich die Teile in einer horizontalen Schraubenform, wobei sich die Materialüberschüsse von den Werkstücken lösen. Dieses Verfahren meistert auch das Beschleifen von großen oder schweren Objekten, die beim Trommelgleitschleifen und Fliehkraftgleitspanen leicht im Behälter liegen bleiben oder sich verhaken würden.

Vibrationsgleitschleifmaschinen gibt es als Topf geformt für einmalige Füllungen sowie zu einer Schnecke geformt für durchlaufende Schleifverfahren.

Die Schleifmethode des Fliehkraftgleitspanens ist für die Bearbeitung mittelschwerer Stücke gedacht. Dabei haben sich zwei Varianten durchgesetzt: Planeten-Fliehkraftspanen und Teller-Fliehkraftspanen.

Teller-Fliehkraftspanen

Maschinen zum Teller-Fliehkraftspanen haben einen Behälter in Topfform, der sich selbst nicht bewegt, sondern bei dem nur der nach innen gewölbte Kunststoffboden rotiert. Auf diesem Boden befinden sich strahlenförmig angeordnete, in sich gebogene Rippen, die die Füllung mitnehmen, welche daraufhin an der Wand des Behälters aufsteigt, um anschließend vom nächsten Gemengestrom nach innen gedrückt zu werden und wieder zur Mitte herabzurutschen.

Auch das Teller-Fliehkraftspanen zeichnet sich gegenüber dem Trommelgleitspanen durch seine kürzere Bearbeitungszeit aus – in diesem Fall dank der Vermeidung inaktiver Zonen im Füllmaterial. Im Gegensatz zum Planeten-Fliehkraftspanen erlaubt das Teller-Fliehkraftspanen auch das Beschleifen instabiler Objekte mit sensibler Oberfläche.

Am Beispiel der Herstellung von Zinkdruckgussteilen lässt sich die Wichtigkeit einer sauberen Nachbearbeitung von Werkstücken aus Metall gut veranschaulichen:

Teile aus Zinkdruckguss benötigen unbedingt eine sorgfältige Nachbearbeitung. Neben galvanischen Überzügen zur Oberflächenveredelung ist eine Gleitschleif-Bearbeitung hier unverzichtbar. Zinkdruck enthält praktisch immer scharfe Kanten oder Grate, die keinesfalls am Werkstück verbleiben können. Sie beeinträchtigen die Funktionseigenschaften des Stücks und begünstigen obendrein körperliche Verletzungen beim Benutzer. Ein manuelles Entgraten und Kantenverrunden ist aufwendig und relativ teuer.

Gleiches gilt für das Glätten und Polieren der fast immer rauen Oberflächen von direkt aus der Herstellung kommenden Zinkdruckguss-Teilen. Das ebenfalls empfehlenswerte Entzundern und Reinigen der Werkstücke beseitigt Schmutzreste einschließlich Rost, welcher bereits bei neuen Stücken auftreten kann.

Maschinelles Trowalisieren beziehungsweise Gleitschleifen ist die bequemere und preisgünstigere Alternative zum Nachbearbeiten per Hand. Da lohnt sich die Beauftragung eines Anbieters für professionelles Lohngleitschleifen wie der Solidor Heuer GmbH.

Die Veranschaulichung anhand des Zinkdruckgusses lässt sich stellvertretend auch auf Werkstücke aus anderen Metallen übertragen, unter anderem:

  • Gusseisen
  • Stahlguss
  • Aluminiumguss
  • Aluminiumdruckguss
  • Messingguss
  • Bronzeguss

Ebenso optimieren die Profis bei Solidor Heuer GmbH die Oberflächen und Kanten von Werkstücken aus Kunststoff einschließlich Erzeugnissen aus dem 3-D-Drucker.

Nach dem Gleitschleifen sind die behandelten Objekte meistens nass. Für das Trocknen stehen verschiedene Geräte beziehungsweise Methoden zur Verfügung:

Trommeltrockner

Der Trommeltrockner kommt vor allem für stark schöpfende Stücke sowie für größere Mengen von Teilen infrage.

Im Trommeltrockner laufen die Werkstücke zusammen mit einem Trocknungsmittel durch eine rotierende Siebtrommel. Bei den Trocknungsmitteln handelt es sich um pflanzliche Hilfsstoffe wie beispielsweise kleine Holzwürfel oder gemahlene Walnussschalen. Die Temperatur zum Trocknen lässt sich über die stufenlos einstellbare Elektroheizung regulieren.

Eine integrierte Staubabsaugung und Luftdusche sorgen zusätzlich für ein staubfreies Trocknungsergebnis.

Vibrationstrockner

Für empfindliche Objekte ist der Vibrationstrockner eine gute Wahl. Er trocknet nicht nur fleckenfrei und schonend, sondern poliert beim Trocknen außerdem die Werkstücke mit seinen vibrierenden Bewegungen. Die benötigte Heizleistung ist stufenlos regelbar.

Alle bearbeiteten Werkstücke durchlaufen nach dem Schleifen eine gründliche Qualitätskontrolle. Sie werden hinsichtlich Konturen und Rautiefen gemessen, überprüft und gegebenenfalls nachbearbeitet. Dabei kommen spezielle Geräte einschließlich Mikroskopen zum Einsatz. Die Ergebnisse der Qualitätskontrolle werden genau dokumentiert.

Gleitschleifen Lohngleitschleifen

Welche Vorteile professionelles Lohngleitschleifen bringt

Die Solidor Heuer GmbH bietet das Lohngleitschleifen als professionelle Dienstleistung an. Umfassendes Know-how und langjährige Erfahrung bürgen für ausgezeichnete Resultate. Zielgruppen für das Lohngleitschleifen sind insbesondere:

  • Medizinindustrie
  • Automobilbranche
  • Möbelhersteller
  • Schlossereibetriebe
  • Textilindustrie
  • Hausgerätetechnik
  • Baugewerbe
  • Eisenwarenlieferanten an den Großhandel

Maschinelles Gleitschleifen beziehungsweise Trowalisieren veredelt die Oberflächen von Werkstücken aus Metall oder Kunststoff und übrigens auch hölzernen Objekten. Im Gegensatz zur direkten Bearbeitung der Stücke von Menschenhand brauchen hier nur die Maschinen vorbereitet und gestartet zu werden. Danach steht die menschliche Arbeitskraft für andere Aufgaben zur Verfügung. Gleitschleifmaschinen erzielen zudem stets gleichbleibende Resultate in einer erstklassigen Qualität, wie sie sich mit manueller Bearbeitung niemals erreichen ließe.

Beim Übertragen der Schleifarbeiten an die Solidor Heuer GmbH als Anbieter für professionelles Lohngleitschleifen kümmern sich deren erfahrene Experten um eine bestmögliche Ausführung dieser so wichtigen Tätigkeit am Ende eines aufwendigen Produktionsprozesses. Auch für individuelle Produkte mit außergewöhnlichen Formen werden die Spezialisten für Schleifarbeiten die optimale Lösung finden und in hoher Qualität realisieren.

Die Auslagerung von Werkstücken zum Lohngleitschleifen an einen darauf spezialisierten Betrieb spart darüber hinaus Ausgaben für die Anschaffung und Wartung von Schleifmaschinen sowie den Platz zum Aufstellen der Maschinen.

Überdies entfallen Ihnen durch die Vergabe der Schleifarbeiten an einen externen Dienstleister auch Verpflichtungen wie die umweltgerechte Entsorgung der beim Schleifen entstandenen wässrigen Lösung aus Compounds, Trennmitteln und Abschliffresten.

Lohngleitschleifen bei der Solidor Heuer GmbH

Nutzen Sie zur Buchung von Lohngleitschleifarbeiten ganz bequem das Kontaktformular auf unserer Website. Sollten Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns einfach an: 03606/5599-0. Gern beraten wir Sie telefonisch zu allen Fragen rund um das Trowalisieren und Trocknen von Werkstücken.

Als Unternehmen mit Sitz in 37308 Heilbad Heiligenstadt ist die Solidor Heuer GmbH für Kunden im Dreiländereck Thüringen, Hessen und Niedersachsen eine gut erreichbare Adresse. Unsere Leistungen schätzen darüber hinaus zahlreiche weitere Kunden in ganz Deutschland.

Hier stellen wir Ihnen alle Informationen auch zum Download bereit:

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